Das Atlas Mountain Race oder auch AMR ist ein Unsupported Bikepacking Rennen durch Marokko. Das AMR wird im Februar 2020 zum ersten mal ausgetragen und schaut man sich die Zahlen und Fakten dieses Rennens an, dann wird schnell klar: Das AMR zählt zu den härtesten Rennen seiner Art!

Immerhin führt die Atlas Mountain Race Route 1.145 Kilometer durch Marokko und es gilt, den Hohen Atlas und der Antiatlas zu überwinden! Erfahre Alle Informationen zum AMR und zur Atlas Mountain Race Route in diesem Artikel.

Atlas Mountain Race Bericht – Medien, Videos, Podcasts

Das Atlas Mountain Race wird sicher auch umfassen medial begleitet werden. Es gibt für das Silk Road Mountain Race (gleicher Veranstalter) zum Beispielen einen offiziellen Podcast. Dort wurden während des Renngeschehens regelmäßig hörenswerte Episoden zum Renngeschehen und mit Hintergrundinformationen veröffentlicht – mit ähnlichem Rechne ich beim AMR.

Der Offizielle Atlas Mountain Race Video Teaser gibt schonmal einen guten Eindruck auf die zu erwartende Strecke:

Sehr wahrscheinlich ist daher, dass auch das Atlas Mountain Race umfangreich Medial begleitet wird. Auf jeden Fall lohnt sich ein Blick auf den offiziellen Instagram-Account oder die Facebook-Seite.

Atlas Mountain Race Route

Besonders herausfordernd ist die Atlas Mountain Race Route: 1.145 Kilometer gilt es zu überwinden. Gestartet wird in Marrakesch, dann wird der Hohe Atlas und der Antiatlas überquert und das Ziel liegt in einer kleinen Herberge südlich von Agadir und direkt am Atlantik. Auf der Route liegen drei bemannte Checkpoints in Telouet, Aguinane und Ait Mansour. Hier müssen die Teilnehmer Ihre Brevet-Karte stempeln lassen.

Da das Rennen im Februar in Marokko ausgetragen wird, erwarten die Teilnehmer Temperaturen von ungefähr Null bis +30 Grad Celsius. Für ca. 20 000 Höhenmeter sorgt unter anderem die Überqueerung des Hohen Atlas sowie der Antitlas. Die insgesamt 1.145 Kilometer der Erstausgabe gilt es auf sandigen-Pisten und steinigen Wegen zu überwinden. Einige der Wege werden, laut offiziellem Race Manual, auch nicht befahrbar sein. Tragen ist dann angesagt.

Der Veranstalter des Atlas Mountain Race ist ein Szene-Bekannter: Nelson Trees ist auch Veranstalter des Silk Road Mountain Race, welches als härtestes Bikepacking Rennen der Welt gilt.

Der Veranstalter selbst sagt über die Route, die Route wird:

„rough, remote and beautiful, with every kilometre well earned. There will sometimes be great distances between resupply points and some walking will be required.“

Atlas Mountain Race, Race Manual Issue 0

Drei Faktoren sind an der Strecke besonders herausfordernd:

  • Die Versorgungslage: Auf mehreren Abschnitten des Rennen gibt es kaum Möglichkeiten, sich mit Wasser- oder Lebensmitteln zu versorgen. Teilnehmer müssen daher einen entsprechend großen Vorrat an Lebensmitteln und Wasser auf dem Rad dabei haben. Auch die Gefahr sich eine Lebensmittelvergiftung zuzuziehen sollte bedacht werden und könnte das Ausscheiden aus dem Rennen bedeuten
  • Die anspruchsvolle Strecke: Von trockener Steinwüste bis zu schneebedeckten Pässen ist hier alles dabei
  • Die Temperaturen: Wie oben schon erwähnt liegen die Temperaturen in Marokko zu dieser Jahreszeit bei Null bis ca. +30 Grad

Bedingt durch die Strecken müssen auf dem Fahrrad also Essen und Trinken in größeren Mengen transportiert werden. Außerdem müssen die Teilnehmer entsprechende Bekleidung sowie Campingausrüstung für die Rauen-Verhältnisse in Marokko dabei haben. Bedenkt man dass, dann dürfte die Kit-Liste vieler Fahrer eher Mittelschwer als Ultralight ausfallen.

Das alles klingt anspruchsvoll? Die Finisher Party ist beim Atlas Mountain Race am Abend des 8. Tags nach Rennbeginn 😉 Wer die Finisher-Party erreichen möchte, darf also mindestens 143 Kilometer und im Schnitt 2 500 Höhenmeter am Tag fahren.

Noch mehr Details zur Route veröffentlicht Silk Road Mountain Race auf komoot.

Atlas Mountain Race Teilnehmer und Gewinner

Das Atlas Mountain Race findet 2020 zum ersten Mal statt. Vermutlich wird das Rennen schon in der Erstausgabe sehr beliebt sein. Immerhin ist der Veranstalter ein bekannter in der Szene: Nelson Trees hat mit dem Silk Road Mountain Race bereits ein legendäres Race geschaffen und weiß, wie man ein Event dieser Klasse vermarktet.

Dieser Abschnitt wird ergänzt, sobald das Teilnehmerfeld und der Gewinner des Rennens fest steht.

Atlas Mountain Race Bikes

Lasst uns einen Blick auf die Atlas Mountain Race Teilnehmer und deren Fahrräder werden. Ein Rennen dieser Art zieht interessante Fahrer mit unterschiedlichem Hintergrund an. Außerdem ist es immer wieder ein Gradmesser und zeigt, was derzeit in der Fahrradindustrie machbar ist. Das Rennen jedenfalls wird Fahrer und Material auf die Probe stellen.

Magnus Heller aka Roadbike.Party fährt ein Standert Erdgeschoss

Magnus geht mit einem Standert Erdgeschoss Gravelbike. Der Rahmen seines Bikes ist aus Stahl. Die Gabel ist eine Columbus Futura Cross aus Carbon.

Sein Gravelbike sollte komplett um 9,5 Kilo wiegen und ist damit angenehm leicht. Bei der Campingausrüstung setzt Magnus auf einen Biwacksack und setzt somit ebenfalls auf leichte Ausrüstung.

Bei den Laufrädern ist der Standard 650b und die Breite 47mm. Im Race Manual empfiehl der Veranstalter mindestens 2.0 Zoll breite Reifen aber Roadbike.Party wird es schon rocken 😉

Magnus hat das Fahrrad übrigens mit der aktuellen Shimano GRX Di2 Schaltung um- bzw. aufgerüstet. Bei den Bikepacking Taschen kommt eine Mischung aus Ortlieb Bikepacking Taschen und Pro Discover Bikepacking Taschen (Oberrohrtasche) zum Einsatz.

Magnus aka Roadbike.Party ist auch bei Instagram und YouTube sehr aktiv und dabei immer sehr unterhaltsam.

Martin Moschek fährt ein Salsa Fargo Ti

Martin fährt beim Atlas Mountain Race ein Salsa Fargo Ti mit 2,25 Zoll breiten Laufrädern von Vittoria Mezcal. Die Reifen hat er dabei Tubeless aufgesetzt. Der Rahmen seines Salsa Fargo Ti ist aus Titan und als Gabel setzt er auf die Bikepacking Carbon-Gabel Salsa Firestarter 110 Deluxe. Sein Salsa Fargo Ti ersetzt übrigens das Bombtrack Beyond 1 bei ihm.

Besonders viel Gedanken hat sich Martin bei der 1×12 Schaltung gemacht: Vorne fährt er eine Shimano XT Kurbel (FC-M8000 B1) mit 32er Zähnen. Für die zu erwartenden steilen Anstiege hat er hinten eine Sunrace 11-50 Kassette. Das Road Kettenblatt macht er mit dem Shiftmate 9 kompatibel zur verbaute MTB-Kasette hinten. Ein wirklich interessanter Aufbau und ein tolles Bikepacking-Fahrrad.

Auch Martin hat eine Mischung aus Ortlieb Bikepacking Taschen und der Pro Discover Oberrohrtasche an seinem Fahrrad.

In seinem sehr lesenswerten Blogbeitrag erfährst Du noch mehr zu seiner Salsa-Fargo-Ausstattung für das Pedaled Atlas Mountain Race.

Tobias Koepplinger fährt mit Martin als Paar und hat auch ein Salsa Fargo

Tobias Koepplinger fährt mit Martin Moschek als Paar. Zusammen sind die beiden Cap 214. Entsprechend wird es während dem Rennen sicher einiges von den beiden unter den Hashtags #AMR2020cap214A und #AMR2020cap214B zu bestaunen geben.

Während Martin zum Großteil mit Ortlieb-Bikepacking-Taschen an den Start geht, setzt Tobi auf eine Kombination aus Apidura-Frame-Bag und Ortlieb Seat Pack. Die Lenkerrolle scheint auch von Ortlieb zu sein und seine Oberrohrtasche ist von Pro Discover.

Tobi’s Salsa Fargo ist aus Aluminim und hat wohl noch nicht die neue Carbongabel Salsa Firestarter 110 Deluxe verbaut. Er fährt wohl mit einer starren Aluminiumgabel Welche Ausstattung sein Fahrrad genau besitzt konnte ich noch nicht ausfindig machen.

Schaut am besten selber auf Tobi’s Instagram-Profil vorbei und verschafft euch einen Eindruck von seinem Fahrrad.

Torsten Frank fährt ein Rose Thrill Hill XC Full Suspension Mountain Bike

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Further testing of my preplanned setup. First I have prepared parts of the frame and the seat post with some car scratch protection film. Had good experiences with this already from my Drifter. You could certainly also use the helicopter film I hear so much about for this. Then I added 3 @topeak Ninja bottle cages on the fork lowers and below the down tube. They are rather nice because they already come with fitting zip ties and special rubber material for secure and low profile fastening. Still has to be tested before and whether I can rely on them, though. This way I now have room for up to 3,7 litres of fluid directly on the bike. More with stuffing bottles in a food pouch. Probably I’ll also take a small Camelbak Mule backpack with me. Inside the frame you see a 950 ml Elite fly bottle. Nice mouth piece and really light. I wish these had a more pronounced groove, though. All the bigger fly bottles sit a bit slanted in normal bottle cages. Nevertheless, see the nice room I have in the frame triangle still. To reach to the bottle and to maybe secure a few other bits and bobs. Maybe a Lupine smartcore battery in the front and a sealed spare inner tube at the bottom (man, these mtb innertubes are big!). Behind the seat there is the @Apidura Expedition Saddle Pack for the moment. I tend to wish I can take this one and then always ends up using my @Ortlieb_waterproof one. 😉 Just for the simple fact that I have the medium size for the Apidura and the big size for the Ortlieb bag. And these are the exact reasons I bought each of those and why I wish I can use the Apidura one and ending up with the Ortlieb… 😉 We’ll see how it goes this time. I will have quite a lot of space still coming up at the front with the handlebar roll. But then again, I will also need more space than usual (sleeping and bivy bag). . . #AMR2020 #weitradeln #ImgoingtoseeMorocco #Bikepacking #ultracycling #endurancecycling #neverstopexploring #havenolimits #cycletravelling #ilcicloviaggiatore #roamtheplanet #travelingourplanet #rosebikes #thrillhill #mtb #mountainbike #Apidura #ToPeak

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Torsten Frank hat sich speziell für das Pedaled Atlas Mountain Race ein neues Fahrrad zugelegt und geht (bzw. fährt) dabei interessante Wege: Seine Wahl fällt auf ein Rose Thrill Hill Cross Country Fully mit 100mm Federweg.

Mit diesem Fully-MTB sollte er beim Atlas Mountain Race sicher und komfortabel unterwegs sein: Vorne hat er eine Fox Float 32 Step-Cast Factory Gabel und hinten einen Fox Float DPS Factory Dämpfer mit jeweils 100mm Federweg. Als Reifen kommen Maxxis Ikon Skinwall EXO TR 3C mit 29×2,2 Zoll zum Einsatz. Beim Gesamtgewicht sollte sich das Fahrrad wohl bei ungefähr 11,8 Kilo bewegen. Für ein XC Fully ist das Gewicht absolut in Ordnung.

In seinem sehr ausführlichen Blogbeitrag auf trank.de – das Blog erklärt er weitere Gedanken zur Fahrrad-Auswahl und welche Bikepacking spezifischen Anpassungen er an dem Fahrrad vorgenommen hat.

Nico fährt ein Squidbikes Gravtron Prototyp

Weitere schicke Atlas Mountain Race Bikes

https://www.instagram.com/p/B7ePH_ql_wy/
https://www.instagram.com/p/B4vAlU_IlVJ/
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Nostalgia! As I’m preparing for @atlasmountainrace, I took some time today to look back on my various bikepacking rigs over the years. I like thinking back on what worked well, what didn’t work, and what might work in the future. Here are a few bike and bag setups that have served me well over the years, but it is by no means exhaustive. Soma Wolverine! My first ‘gravel’ bike and my intro to bikepacking. The good: capable bike, Viscacha saddlebag is great, and I learned a lot with this rig. The bad: slow, heavy frame, road gearing was limiting, not great tire clearance. Fat bike: This was a demo bike for a short overnighter with a friend last winter (thanks @projectbikebend ). I’ve never owned a fat bike but want to pick one up this winter. The bad: my water froze. Next time no bottles. This is essentially what I rode at @silkroadmountainrace in 2018. The good: Cutthroat is amazing. Super low gearing (32×11-46). The bad: framebag was awful (zippers broke, pocket delaminated), flippy pads on the aerobars were annoying, Salsa Cradle was too heavy Iberica Traversa 2019 setup. The good: PD Carbon aerobars. DCF Framebag. Ethirteen 9-46 cassette! Dynamo wheel & light setup. The bad: Feedbag placement, Anything Cages didn’t get used, Egress pocket sagged. Custom bike: basically a titanium Cutthroat with some tweaks. The Cutthroat had some pretty ugly gouges in it after IT, so I splurged for this. The good: TITANIUM. Switched to a Pika saddlebag as my gear got smaller and more dialed. Fork mounted water bottles. The bad: Salsa top-tube bag didn’t hold up. Current setup! The good: new MagTank bolt-on top tube bag. @cushcore The bad: RaceKing Protection tires leak air and I can’t seem to get them to seal. At first I thought it was something to do with the CushCore, but it turns out that the tires are full of pinholes that just will NOT SEAL even with 6+oz of sealant.. So I’ll be switching back to Maxxis Ikons for #amr2020

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Took the bags out for a winter ride. #amr2020

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Atlas Mountain Race Anmeldung

Das Interesse am Atlas Mountain Race ist auch schon bei der ersten Ausgabe groß. Wie erwähnt veranstalltet der Organisator auch das Silk Road Mountain Race. Es besteht also eine berechtigt hohe Erwartung an das Rennen. Außerdem hat der Veranstalter reichlich Marketing-Erfahrung und kann auf ein Netz an Kontakten und Sponsoren zurückgreifen.

Atlas Mountain Race Anmeldung: Beim Atlas Mountain Race wird nicht jeder zugelassen! Alle Interessenten müssen einen umfangreichen Anmeldeprozess durchlaufen. Zuerst darf das Atlas Mountain Race – Race Manual (Anleitung) gelesen werden. Das Dokument beschreibt die Regeln des Bikepacking-Rennen.
In einem online Fragebogen werden dann detaillierte Fragen zum Atlas Mountain Race und zur Erfahrung mit dem Thema Bikepacking-Expeditionen gestellt.

Zum Beispiel wird abgefragt:

  • Fragen zur Motivation
  • Erfahrung im (Hoch)Gebirge sowie in einsamen Gegenden mit unklarer Versorgungslage

Mit den Fragen möchte man den Teilnehmern klarmachen, worauf Sie sich einlassen. Mit den Antworten möchte der Veranstalter wohl eine gewisse Vorauswahl unter den Teilnehmern treffen.

Alle Anmeldungen werden sorgfältig geprüft und die glücklichen Fahrer werden vom Veranstalter per E-Mail benachrichtigt.

Die Atlas Mountain Race Anmeldung öffnet im dritten Quartal des Jahres. Alle Interessenten sollten die Website des AMR und seine Social-Media-Kanäle beobachten.

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